Sechs Knackis und ein Baby: JVA-Insassen spielen im Theater Hagen

29 02 2012

"Charming Boys" im Theater Hagen (Foto Stefan Kühle)

(Artikel vom 01.01.2012) Wenn er auf der Bühne steht, spielt Yusuf einen gerade entlassenen Straftäter, der sich mit seinen Freunden plötzlich um sein Kind kümmern muss. Doch nach der Theateraufführung müssen er und seine fünf Schauspielkollegen wieder zurück in die JVA Iserlohn. Als „Charming Boys“ spielen sie noch bis 22. Januar im gleichnamigen Stück von Regisseur Werner Hahn am Theater Hagen.

Hahn lobt die Arbeit mit den Straftätern, weil sie unter anderem schneller als anderen Laienschauspieler ihre Texte gelernt hatten. Doch es gab auch manche Probleme: Die jungen Männer brachten ihren aufgestauten Frust aus dem Knast mit in die Proben. „Es schwang permanent mit, dass sich alle in irgendeiner Weise im Gefängnis ungerecht behandelt fühlen“, berichtet der Autor des Stücks. Dass die sechs Insassen in den ersten 15 Minuten der Proben erst mal ihren Frust herausließen, sei oft in Streit ausgeartet. Den Rest des Beitrags lesen »





Große Nachfrage bei Beratung für Opfer rechter Gewalt in Dortmund

29 02 2012

Seitdem die Initiative „Back Up NRW“ in Dortmund Anfang No- vember damit begon- nen hat, Opfer von rechtsextremer Gewalt zu beraten, haben die Mitarbeiter nach eigenen Angaben rund 30 Fälle erfasst. Täglich kämen neue hinzu, berichtet Rechtsanwalt Ulf Märtens, der in der ersten derartigen Beratungsstelle in NRW mitarbeitet. Dabei sei deutlich geworden, dass jeder zur Zielscheibe rechter Gewalt werden könne. Ein Fall sei ihm besonders in Erinnerung geblieben, sagt Märtens.

Eine Familie sei ins Visier eines äußerst gewaltbereiten Neonazis geraten. Der Mann habe den Familienmitgliedern vor deren Haus aufgelauert, sei aus seinem Auto gesprungen und habe sie bedroht. Das sei sogar soweit gegangen, dass der Mann die fünfjährige Tochter der Familie mit „Ich f…e dich!“ beschimpft habe. Den Rest des Beitrags lesen »





Wie Gauck durch halbe Zitate zum Sarrazin-Kumpel wird

20 02 2012

Kaum ist Joachim Gauck klarer Favorit für die Wahl zum Bundespräsidenten, äußern sich manche besorgt darüber, welche Haltung er wohl zur Integration und ausländischen Mitbürgern in Deutschland hat. Der ein oder andere erinnert sich nun an Äußerungen, die Gauck vor einiger Zeit über Thilo Sarrazin gemacht hat. Bei dem, was manche Kommentatoren und Medien jedoch schreiben, muss man den Eindruck bekommen, Sarrazin sei aus Sicht von Gauck ein dufter Typ, dem er in allen seinen Äußerungen über Migranten zustimme. Das ist jedoch nachweislich nicht der Fall. Den Rest des Beitrags lesen »








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